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Die Vielfältigkeit des österreichischen Schulsystems

Die Vielfältigkeit des österreichischen Schulsystems

Das österreichische Schulsystem ist ein sehr vielfältiges und die Wahl der richtigen Schulform mit 14 oder 15 Jahren ist nicht gerade einfach.

In unserem heutigen Blog-Beitrag möchten wir euch einen groben Überblick über die verschiedenen Schulformen der Sekundarstufe II geben und auch Wege, wie man zur Matura kommen kann.

AHS – Allgemein bildende höhere Schule

Die AHS, auch bekannt als das Gymnasium, wird vor allem von denjenigen gewählt, die einerseits ihre Allgemeinbildung vertiefen möchten, aber auch andererseits möglichst schnell zur Matura kommen möchten. Für gewöhnlich dauert die AHS 4 Jahre, wobei es auch Langformen mit 5 Jahren gibt. Meist hat man bereits in der Unterstufe ein Gymnasium besucht und steigt dann nahtlos in die Oberstufe des Gymnasiums auf.

Doch auch wenn die Allgemeinbildung besonders im Fokus dieser Schulform steht, so gibt es dennoch die Möglichkeit, gewisse persönliche Interessen zu vertiefen. So gibt es beispielsweise das Realgymnasium, welches verschiedene Schwerpunkte wie z. B. Musik, Bildnerische Erziehung, Naturwissenschaften, aber auch Darstellende Geometrie anbietet, aber auch Fremdsprachen kommen in der AHS nicht zu kurz. Neben Englisch hat man mindestens eine weitere Fremdsprache, wobei in manchen AHS-Formen noch einmal eine weitere Fremdsprache hinzukommt. So lernt man zum Teil bis zu 3 Fremdsprachen.

BHS – Berufsbildende höhere Schulen

Die BHS ist eine Schulform, die nicht nur mit einer Matura abschließt, sondern deren Abschluss auch eine Berufsausbildung miteinschließt. Auch hier gibt es natürlich viele verschiedene Schwerpunkte, über die wir hier vorerst nur einen kleinen Überblick geben möchten. Zur BHS werden die höhere technische und gewerbliche Lehranstalt (HTL), Handelsakademie (HAK), Höhere Lehranstalt für Mode, Höhere Lehranstalt für künstlerische Gestaltung, Höhere Lehranstalt für Tourismus, Höhere Lehranstalt für Produktmanagement und Präsentation, Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe (HLW), Höhere land- und forstwirtschaftliche Schulen sowie die Bildungsanstalt für Elementarpädagogik und Sozialpädagogik gezählt. Eines haben alle Schulen dieser Schulform gemeinsam. Sie dauern 5 Jahre.

BMS – Berufsbildende mittlere Schulen

Zu fast allen BHS Schwerpunkten gibt es auch eine etwas kürzere Form, deren Abschluss zwar ebenfalls meist einem Lehrabschluss gleichgesetzt wird, die jedoch nicht mit Matura abschließt. Die Dauer liegt hier je nach Schulform zwischen 1 bis 4 Jahren. Wer jedoch trotzdem danach die Matura machen möchte, dem stehen verschiedene Möglichkeiten offen. Einerseits kann man meist in derselben Schulform einen so genannten Aufbaulehrgang machen, um die Matura nachzuholen. Hat man eine mindestens 3-jährige BMS besucht, so erhält man dadurch auch die Berechtigung eine Berufsreifeprüfung abzuschließen und so zur Matura zu gelangen.

BRP – Berufsreifeprüfung

Die Berufsreifeprüfung ist eine besondere Form der Matura, die nur unter bestimmten Voraussetzungen gemacht werden kann, in Österreich jedoch gleichwertig zu einer AHS oder BHS Matura ist. Um eine Berufsreifeprüfung absolvieren zu können, braucht man beispielsweise entweder einen Lehrabschluss oder den Abschluss einer mindestens 3-jährigen BMS. Weiters darf man die letzte Teilprüfung nicht vor dem 19. Lebensjahr absolvieren.

Grundsätzlich unterscheiden wir in Österreich zwischen berufsbildenden und allgemeinbildenden höheren Schulen. Diese unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich ihrer Schwerpunkte, sondern auch in Hinblick auf ihre Länge und die Qualifikationen, die man durch sie erhält.
Die HUMBOLDT Matura-Schule macht krisenfit

Die HUMBOLDT Matura-Schule macht krisenfit

Durch das Fernlehrangebot der HUMBOLDT Matura-Schule können Sie den beruflichen Stillstand der Krise nutzen um sich flexibel und kostenfrei für die Arbeitswelt höher zu qualifizieren

Nutzen Sie jetzt die Chance und werden Sie krisenfit durch die HUMBOLDT Matura-Schule. Denn die Corona-Kurzarbeit ist mittlerweile in der dritten Phase, welche für ArbeitnehmerInnen auch die Möglichkeit gebracht hat, sich während der Kurzarbeit weiterzubilden. Die Kosten dafür können von den ArbeitgeberInnen und dem AMS übernommen werden, womit für die ArbeitnehmerInnen keinerlei finanzieller Aufwand entsteht. Die Fernlehrkurse der HUMBOLDT Matura-Schule eignen sich optimal dafür und bringen nicht nur eine Höherqualifizierung für die Arbeitswelt, sondern auch umfassende örtliche und zeitliche Flexibilität des Lernens.

Durch das Corona-Kurzarbeits-Modell wurde für ArbeitnehmerInnen die Möglichkeit geschaffen die Arbeitszeit, falls nötig, auch auf bis zu null Stunden zu verringern. Die monatliche Bezahlung bleibt jedoch zwischen 80 und 90 Prozent des bisherigen Einkommens bestehen. Die ArbeitgeberInnen werden im Gegenzug durch eine Förderung vom AMS für die ausgefallenen Arbeitsstunden entschädigt. Somit können viele Kündigungen vermieden und die Betriebe in der schweren Zeit der Krise unterstützt werden.

Mittlerweile ist die Kurzarbeit in der dritten Phase. Sie hat unter anderem auch die Möglichkeit für ArbeitnehmerInnen gebracht, sich in der, durch die Kurzarbeit, ausgefallenen Arbeitszeit weiterzubilden. 60 % der förderungswürdigen Ausbildungskosten können dabei vom AMS übernommen werden. Den Rest tragen die ArbeitgeberInnen und für die ArbeitnehmerInnen entstehen somit keine Kosten. Nähere Informationen dazu gibt es auf der Homepage des AMS. Die Fernlehrkurse der HUMBOLDT Matura-Schule entsprechen den Förderkriterien des AMS und sind daher eine perfekte Möglichkeit, sich während des beruflichen Stillstands in der Krise für die Arbeitswelt höher zu qualifizieren.

Die Krise für Weiterbildung bei der HUMBOLDT Matura-Schule nutzen

Wünschen die ArbeitgeberInnen ausdrücklich eine Aus-, Fort- oder Weiterbildung zu absolvieren, so haben die ArbeitnehmerInnen dem grundsätzlich Folge zu leisten. Die ArbeitnehmerInnen können den ArbeitgeberInnen dabei jedoch auch selbst Vorschläge für eine geeignete Bildungsmaßnahme unterbreiten. Die Bildungszeit der ArbeitnehmerInnen gilt dabei als Arbeitszeit. Jedoch nicht nur Kurszeiten im Klassenraum sind hierbei anerkannt, auch die Lernzeiten der HUMBOLDT Fernlehrkurse gelten als Bildungszeit. Die Möglichkeiten sind hierbei breitgefächert. Neben der Vorbereitung auf die AHS-, HAK-Matura und die Berufsreifeprüfung, sowie den Handelsschulabschluss, gibt es bei der HUMBOLDT Matura-Schule auch kürzere (online) Aus- und Weiterbildungen im Bereich Digitalisierung (MS Office, Arbeiten mit Online-Tools) und Sprachen (gut-besser-Deutsch, Latein).

Auch nach der Kurzarbeit ist das Lernen möglich

Die ArbeitgeberInnen haben laut dem Corona-Kurzarbeits-Modell das Recht die Unterbrechung oder sogar den vorzeitigen Abbruch der Bildungsmaßnahme anzuordnen, wenn der Betrieb wieder hochgefahren wird. Dank der Flexibilität der Fernlehrkurse der HUMBOLDT Matura-Schule stellt das jedoch kein Problem dar. Im Fernlehrkurs gilt nämlich, Sie lernen wann und wo Sie wollen und können das Lernen daher auch perfekt mit Ihrem Job vereinbaren. Egal ob morgens, abends oder am Wochenende, Sie können das Lernen an Ihre Bedingungen und Vorlieben anpassen.

Bei Pausen geht keine Betreuungszeit verloren

Die Kosten für den verlangten vorzeitigen Abbruch der Bildungsmaßnahme tragen immer die ArbeitgeberInnen und die ArbeitnehmerInnen haben den Rechtsanspruch sie innerhalb von 18 Monaten fortzusetzen und abzuschließen. Ihr Fernlehrkurs kann in so einem Fall stillgelegt werden, damit Sie keine Betreuungszeit verlieren. Ebenfalls gut zu wissen ist die Tatsache, dass Sie nicht verpflichtet werden können, die Kosten für Ihre Bildungsmaßnahme während der Corona-Kurzarbeit aus bestimmten Gründen, wie beispielsweise Selbstkündigung, an Ihre Arbeitgeberin/Ihren Arbeitgeber zurückzuzahlen. Solche Vereinbarungen sind rechtlich unwirksam.

Gefördert wird auch durch den waff

Wer keinen Auftrag bzw. eine Kurskostenförderung von den ArbeitgeberInnen bzw. dem AMS bekommt, kann die Höherqualifizierung am Arbeitsmarkt natürlich jederzeit auch auf eigene Faust in Angriff geben. Auch in solchen Fällen ist man finanziell nicht komplett auf sich alleine gestellt, denn auch hierbei gibt es unzählige Förderungen. Die Fernlehrkurse der HUMBOLDT Matura-Schule werden unter anderem beispielsweise vom waff gefördert. Informieren Sie sich über diese Förderungsmöglichkeiten auf der Homepage des waff.
Weitere Informationen zur Kurzarbeit finden Sie unter https://jobundcorona.at/kurzarbeit/.
Quelle: https://jobundcorona.at/kurzarbeit/

Ihr Humboldt Fernlehr-Team

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Wenn Sie mit uns einen Termin vereinbaren (wir nutzen dazu das digitale Terminvereinbarungssystem youcanbook), stimmen Sie zu, dass die von Ihnen angegebenen persönlichen Daten wie Name, Email-Adresse und Telefonnummer zum Zweck der Kontaktaufnahme in der HUMBOLDT Matura-Schule verarbeitet werden.  Hier können Sie noch mehr darüber lesen, wie wir mit Datenschutz umgehen.

Blended Learning bringt alle Vorteile unter ein Dach

Blended Learning bringt alle Vorteile unter ein Dach

Durch Blended Learning werden die Vorteile der Präsenz- und Fernlehre kombiniert

Das Blended Learning Konzept der HUMBOLDT Matura-Schule für die Vorbereitung auf die Berufsreifeprüfung kombiniert die Vorteile des sozialen Kontaktes im Präsenzunterricht mit der Individualisierung und Selbstbestimmung des Lernprozesses durch die Fernlehre. Somit werden die möglichen Nachteile der beiden Konzepte eliminiert und die Lernenden optimal auf die Prüfungen vorbereitet.

Blended Learning wird zu Deutsch auch als Integriertes Lernen bezeichnet und stellt eine Lehr- bzw. Lernform dar, wo traditioneller Präsenzunterricht mit Fernlehre kombiniert wird. Eins-zu-eins übersetzt heißt Blended Learning „vermischtes Lernen“. Das Wort „Blend“ wird im Englischen z.B. auch bei der Herstellung von Alkoholika verwendet und bezeichnet die Mischung bzw. den Verschnitt von mehreren Zutaten, welche eine Qualitätssteigerung im Endprodukt bringt.

Die Qualität wird gesteigert

Auch beim Blended Learning kann man von einer Qualitätssteigerung im Lehr- bzw. Lernprozess sprechen. Denn hierbei werden die Vorteile des Präsenzunterrichts, welche sich vor allem durch den direkten sozialen Kontakt zwischen Lehrpersonen und Lernenden jedoch auch innerhalb der Lernendengruppe äußern, mit den Vorteilen der Fernlehre, welche sich vor allem durch die Individualisierung und Selbstbestimmung des Lernprozesses ergeben, kombiniert.

Bald auch in der HUMBOLDT Matura-Schule

Ab Februar 2021 gibt es das Blended Learning für die Vorbereitung auf die Berufsreifeprüfung mit dem Fachbereich Rechnungswesen/Betriebswirtschaft auch in der HUMBOLDT Matura-Schule. Die monatlichen Präsenzphasen finden an Wochenenden am Schulstandort in Wien (Lothringerstraße 4, 1040 Wien) statt, werden jedoch auch per Live-Stream online übertragen. Die Selbstlernphasen werden ortsunabhängig über den HUMBOLDT Online Campus abgewickelt.

Umgesetzt durch flipped classroom

Insgesamt dauert der Kurs ein Jahr. Nach dem flipped classroom Konzept erfolgt die Aneignung der Theorie dabei im Alleingang mit Unterstützung der Fernlehr-TutorInnen während der Selbstlehrphasen und die Präsenzphasen werden zum Üben und Festigen der gelernten Theorie genutzt.

Gestartet wird mit Information und Kennenlernen

Zu Beginn des Kurses gibt es einen Infotermin am Schulstandort in Wien, wo die Lernenden die Gelegenheit haben ihre KollegInnen und TutorInnen kennenzulernen und die genauen Inhalte der Selbstlern- und Präsenzphasen vorgestellt bekommen. Außerdem bekommen sie eine Einschulung in den HUMBOLDT Online Campus und erhalten Hilfestellung bei der Erstellung eines Lernplans und hilfreiche Lern- und Motivationstipps.

Selbständiges Lernen mit Unterstützung in den Selbstlernphasen

Zur Lernfortschrittskontrolle werden während der Selbstlernphasen Einsendeaufgaben von den Lernenden bearbeitet, hochgeladen und durch die TutorInnen der HUMBOLDT Matura-Schule korrigiert. Das ermöglicht den TutorInnen festzustellen, wie gut die Lernenden den Lernstoff schon beherrschen und bietet eine Grundlage für zusätzliche Lernunterstützung während der Selbstlernphase, welche unter anderem durch im Kurspreis inkludierte (online) Nachhilfe gewährleistet wird.

Außerdem unterstützen unter anderem Selfchecks, Lernvideos, Zusammenfassungen bzw. Handzettel und Lernpakete den Lernerfolg während der Selbstlernphasen.

Üben und Anwenden mit Unterstützung in den Präsenzphasen

In den Präsenzphasen wird der Fokus auf das Üben und Anwenden der gelernten Theorie unter Anleitung einer Lehrperson gelegt. Das heißt hier werden Beispiele und Übungen, so wie sie auch bei der Berufsreifeprüfung kommen, gemeinsam mit einer Lehrerin bzw. mit einem Lehrer bearbeitet. Das ermöglicht eine optimale Prüfungsvorbereitung.

Möchten auch Sie die Vorbereitung auf die Berufsreifeprüfung als Blended Learning Kurs absolvieren, dann beraten wir Sie gerne. Mehr Informationen gibt es auf matura.jetzt.

Ihr Humboldt Fernlehr-Team
Teil 1: Berufsreifeprüfung und Fernlehre treffen auf Bildungskarenz und Bildungsteilzeit

Teil 1: Berufsreifeprüfung und Fernlehre treffen auf Bildungskarenz und Bildungsteilzeit

Heute unter anderem zu den Themen Berufs- bzw. Ausbildungswerdegang und grundlegende Entscheidungen in Bezug auf die Weiterbildung

Für diese Blog-Reihe haben wir Emre Demirci und Mia Berger über das online Meetingtool Zoom, das wir auch für unsere Übungswerkstatt, online Infoabende und online Nachhilfe nutzen, getroffen. Sie bereiten sich zurzeit beide auf die Berufsreifeprüfung mit Hilfe des Fernlehrgangs der HUMBOLDT Matura-Schule vor. Emre tut dies während der Bildungsteilzeit und Mia während der Bildungskarenz. Da sie viel zu erzählen hatten, wird das Interview in drei Teilen veröffentlicht. Diesmal geht es unter anderem um ihren Berufs- bzw. Ausbildungswerdegang und grundlegende Entscheidungen in Bezug auf die Weiterbildung.

Steckbrief der beiden Interviewpartner:

Emre Demirci hat eine Lehre als Einzelhandelskaufmann abgeschlossen, ist 23 Jahre alt und arbeitet in einem Sportgeschäft in Tirol. Er macht die Vorbereitung auf die Berufsreifeprüfung während der Bildungsteilzeit statt Kurzarbeit wegen den Auswirkungen von COVID-19. Danach möchte er Sport studieren und Personal Trainer werden.

Mia Berger hat einen Handelsschulabschluss, ist 25 Jahre alt und arbeitet in einer Bank im Controlling. Sie macht die Vorbereitung auf die Berufsreifeprüfung während der Bildungskarenz im Anschluss an die Elternkarenz. Sie will danach in eine herausforderndere und eventuell höhere Position wechseln.

HUMBOLDT Matura-Schule: Könnt ihr uns zum Einstieg kurz etwas über euren Berufs- und Ausbildungswerdegang erzählen?

Emre: Ich habe eine Lehre als Einzelhandelskaufmann in einem Sportgeschäft in Tirol absolviert, in dem ich auch jetzt noch als Verkäufer arbeite.

Mia: Ich habe in Wien eine Handelsschule besucht und danach in einer Bank als Assistentin in der Buchhaltungsabteilung zu arbeiten begonnen. Später bin ich mit meinem Mann in seinen Heimatort in der Nähe von Linz gezogen, weil sich dort eine gute Jobmöglichkeit für ihn ergeben hat. Vor Beginn des Mutterschutzes bzw. der Elternkarenz war ich dort in einer Bank im Bereich Controlling tätig und bin es ja offiziell auch jetzt noch. Im Moment bin ich jedoch in Bildungskarenz. Danach werde ich wieder dort einsteigen.

HUMBOLDT Matura-Schule: Welches Ziel habt ihr nach dem Abschluss der Berufsreifeprüfung?

Emre: Ich möchte danach studieren und mich beruflich ein bisschen umorientieren. Sport ist meine Leidenschaft vor allem in den Bergen. Ich würde mich gern als Personal Trainer selbständig machen und dafür ein Sportstudium absolvieren.

Mia: Für mich waren die beruflichen Aufstiegschancen ausschlaggebend. Meine Arbeit macht mir großen Spaß, aber ich fühle mich manchmal ein bisschen unterfordert. Ich interessiere mich sehr für den Bereich der Bilanzbuchhaltung und würde mich gern in diese Richtung beruflich entwickeln. Dafür ist die Berufsreifeprüfung eine gute Basis. Mein Chef sieht auch großes Entwicklungspotenzial in mir und unterstützt mich bei der Ausbildung und im Beruf. Ich möchte alle Prüfungen erledigt haben, bis mein Sohn in den Kindergarten kommt und dann Teilzeit in eine andere Position und Abteilung wechseln. Mal sehen, was sich dann zukünftig noch für mich ergibt. Ich wäre auch einer Führungsposition nicht abgeneigt, wenn sich das mit meinem Familienleben vereinbaren lässt.

HUMBOLDT Matura-Schule: Und warum habt ihr dafür den Fernlehrgang gewählt?

Emre: Für mich war es die angenehmste Variante, um neben meinem Job möglichst selbstbestimmt und flexibel lernen zu können. Ich arbeite und lebe in einem kleinen Ski- und Wanderort mitten in Tirol und hätte relativ lange Anfahrtszeiten für einen Präsenzkurs.

Mia: Mit einem Kleinkind zuhause ist man nicht immer so flexibel. Leider kommt da oft etwas dazwischen, was man nicht plant. Einmal die Hand-Fuß-Mund Krankheit, einmal ein Magen-Darm-Virus oder mal wieder ein neuer Zahn, der Probleme macht. Da ist es gut, wenn man nicht an fixe Kurs- oder Lernzeiten gebunden ist und sich das Lernen selbst einteilen kann. Meistens lerne ich, wenn mein Sohn schläft oder meine Schwiegermutter oder mein Mann ihn betreuen.

HUMBOLDT Matura-Schule: Mia du machst die Berufsreifeprüfung während der Bildungskarenz und Emre du machst sie während der Bildungsteilzeit. Wieso habt ihr euch für diese Wege entschieden?

Emre: Leider mussten wir aufgrund von Corona einige Wochen unser Geschäft schließen, was die finanzielle Situation ein bisschen beeinträchtigt hat. Damit ich die Kurzarbeit umgehen kann, habe ich mit meinem Vorgesetzten vereinbart, dass ich in Bildungsteilzeit gehe, um die Berufsreifeprüfung zu machen. Das hat sich super für mich ergeben, da ich ja sowieso schon lange den Traum eines Sportstudiums habe und mein Chef hat damit weniger Personalkosten für mich. Das war eigentlich eine Win-Win-Situation.

Mia: Für mich war die Bildungskarenz im Anschluss an die Elternkarenz eine tolle Möglichkeit, um meinen Sohn länger zuhause betreuen zu können und gleichzeitig die Zeit sinnvoll für mich zu nutzen und nach der Babypause mit besseren Aufstiegschancen wieder in meinen alten Job einzusteigen. Außerdem bin ich dadurch weiterhin kranken- und unfallsversichert und es zählt zu den Pensionsjahren. Außerdem stehe ich nicht komplett ohne Einkommen da.

HUMBOLDT Matura-Schule: Welchen Fachbereich habt ihr gewählt bzw. zugeteilt bekommen?

Emre: Bei mir ist es Betriebswirtschaft und Rechnungswesen, weil es am besten zu meiner Vorausbildung passt.

Mia: Bei mir ist es auch dieser Fachbereich. Diese Themen interessieren mich auch am meisten.

HUMBOLDT Matura-Schule: Und an welcher Prüfungsschule werdet ihr eure Prüfungen ablegen?

Emre: Ich werde an der BHAK Innsbruck die Prüfungen machen.

Mia: Bei mir wird es die HAK Linz sein.

HUMBOLDT Matura-Schule: Wie lange wollt bzw. könnt ihr euch Zeit für eure Weiterbildung nehmen?

Emre: Da ich ja auch Teilzeit nebenbei arbeite, werde ich mir die maximal zwei zulässigen Jahre für die Bildungsteilzeit Zeit nehmen. Ich denke, das könnte sich gut ausgehen.

Mia: Ich habe bereits mit dem Fernlehrgang begonnen, als mein Sohn ein halbes Jahr alt war. Ich möchte insgesamt nach eineinhalb Jahren fertig sein. Dann ist mein Sohn zwei und wird in einer Kleinkindergruppe den Kindergarten besuchen und ich fange dann in Teilzeit wieder zu arbeiten an.

In zwei Monaten geht es weiter mit Teil 2 dieser Blog-Reihe. Bleibt dran und schaut wieder rein.

Wenn auch Sie sich für die Vorbereitung auf die Berufsreifeprüfung in einem Fernlehrgang interessieren, dann finden Sie unter dem Punkt „Kursangebot – Berufsreife“ mehr Informationen dazu. Nutzen Sie auch gern die Möglichkeit an einem unserer Infoabende teilzunehmen oder sich persönlich oder telefonisch individuell beraten zu lassen.

Unter dem Punkt Bildungskarenz finden Sie unter anderem auch weitere Informationen zu den Voraussetzungen und der Dauer der Bildungskarenz sowie dem Weiterbildungsgeld.

Ihr Humboldt Fernlehr-Team

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Liebe Interessentin, lieber Interessent!

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Die Kraft von Gamification 🕹 beim Lernen

Die Kraft von Gamification 🕹 beim Lernen

Was zu beachten ist, damit 🕹 Gamification im Lernprozess seine volle Kraft entfalten kann

Maria H. hat schon vor einiger Zeit über die spielerischen Elemente im HUMBOLDT Online Campus berichtet. Die Fortschrittsanzeigen, das Punkte-Sammeln, das Aufsteigen in das nächste Level und in der Rangliste erhöhen dabei die Motivation für das Lernen und bringen einen spielerischen Faktor mit hinein. Doch was eigentlich hinter diesem Trend der Gamification steckt und ob es auch wirklich immer motivierend wirkt, schauen wir uns jetzt genauer an.

Durch Gamification wird das Lernen zum Spaß und kann somit die Motivation und den Lernerfolg steigern. Damit das jedoch auch wirklich der Fall ist, sollten ein paar wichtige Faktoren beachtet werden, unter anderem die Tatsache, dass Wettbewerb auf jeden Lernenden anders wirkt.

Gamification, was ist das eigentlich?

Von Gamification spricht man per Definition, wenn spieltypische Elemente in einem spielfremden Kontext angewendet werden. Sie wird mittlerweile zum Beispiel für Marketingzwecke, Motivation beim Sport oder eben auch beim Lernen eingesetzt. Dabei wird der natürliche menschliche Drang nach Belohnung und Wettbewerb genutzt. Belohnungen durch Punkte und Abzeichen, Ranglisten, Fortschrittsbalken und Quests (zu lösende Aufgaben bzw. Missionen) sind wichtige Elemente, um das Lernen eher zum Spaß und weniger zur Pflicht zu machen. Besonders im E-Learning kann Gamification leicht und effizient umgesetzt werden. Den Trend gibt es bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts.

Den wahren Zweck nicht aus den Augen verlieren

Wichtig ist dabei jedoch auch, dass der eigentliche Zweck des Lernens, nämlich der Wissenstransfer, nicht aus den Augen verloren wird. Steht das Spielen zu sehr im Vordergrund, ohne dass eigentlich etwas dabei gelernt wird, wird der Zweck verfehlt. Außerdem sollte auch darauf geachtet werden, dass durch den Wettbewerbs-Faktor nicht zu viel Druck auf die Lernenden ausgeübt wird. Die Wirkung von Wettbewerb ist sehr individuell und von der Persönlichkeit des Einzelnen abhängig. Der eine lässt sich dadurch motivieren und zu Höchstleistungen antreiben, der andere fühlt sich dadurch jedoch gestresst, was negativ auf den Lernprozess und -fortschritt wirkt. Dieses Element sollte daher möglichst so gestaltet sein, dass jeder Lernende es an seine individuellen Bedürfnisse und Vorlieben anpassen kann.

Wie wirkt Gamification bei Ihnen?

Durch den HUMBOLDT Online Campus können Sie die Gamification kennenlernen und ihre Wirkung auf Sie persönlich feststellen. Welcher Typ sind Sie? Lassen Sie sich durch spielerische Elemente beim Lernen motivieren oder wirkt das bei Ihnen eher neutral oder sogar negativ. Lassen Sie es uns wissen, indem Sie untenstehend ein Kommentar zu diesem Thema abschicken.

Ihr Humboldt Fernlehr-Team