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Mit Tipps der HUMBOLDT Matura-Schule erfolgreich durch den Lernprozess

Die folgenden Tipps helfen Ihnen Ihren Lernprozess erfolgreich zu gestalten. Sie erfahren, worauf es beim Lernen ankommt, wie man persönliche Lernziele formuliert und was dabei zu beachten ist. Außerdem wird vorgestellt, wie man einen Lern- und Zeitplan erstellt, welche Lerntechniken es gibt, wie man den Lernprozess optimieren kann und was bei Motivationstiefs, zu hohem Stresslevel und Konzentrationsschwierigkeiten hilft.

Unter Lernen versteht man per Definition das Sammeln von Wissen. Dies begleitet jeden Menschen sein Leben lang. Es beginnt mit dem Tag der Geburt und endet auch im hohen Alter nicht. Gelernt wird tagtäglich – auch unbewusst im Alltag. Doch am meisten präsent ist das Lernen wohl im Zusammenhang mit dem schulischen Kontext, womit es fĂĽr uns in der HUMBOLDT Matura-Schule natĂĽrlich besondere Bedeutung hat. Wir sind sehr bemĂĽht, all unseren SchĂĽlerInnen auf ihrem Lernweg bestmöglich zur Seite zu stehen und haben daher folgende Lern-Tipps fĂĽr sie gesammelt:

1. Tipp: machen Sie sich bewusst wie Lernen funktioniert

Für das Lernen sind das Kurz- und Langzeitgedächtnis relevant. Das Kurzzeitgedächtnis speichert eine gewisse Anzahl an Informationen mehrere Minuten lang und dient als eine Art Arbeitsspeicher. Nur relevante Informationen werden von dort in das Langzeitgedächtnis übertagen und dauerhaft gespeichert. Das Gehirn empfindet Informationen nur dann als relevant, wenn es diese als lebenswichtig empfindet. Man muss dem Gehirn also signalisieren, dass die Information wichtig ist und im Langzeitgedächtnis abgespeichert werden soll. Dies kann durch oftmaliges Wiederholen, spezielle Lerntechniken, besondere Motivation und persönliches Interesse am Lernstoff geschehen. Die Übertragung findet Großteils in der Ruhephase, wenn man schläft, statt. Ausreichender und erholsamer Schlaf ist daher die Grundlage für erfolgreiches Lernen.

2. Tipp: persönliche Lernziele formulieren

Bevor man mit dem Lernen beginnt, sollte man sich überlegen, was man persönlich mit der angestrebten Prüfung bzw. mit dem Abschluss erreichen will. Was ist das lang- (in einem Jahr), mittel- (in einem Monat) und kurzfristige Ziel (heute). Wichtig ist, dass die Ziele klar definiert, messbar, realistisch, relevant und mit Zeitvorgaben behaftet sind. Man sollte auch im Nachhinein immer wieder eruieren, ob das Ziel erreicht wurde, und falls nicht, woran es gelegen hat und was man zukünftig besser machen kann.

3. Tipp: Lern- und Zeitpläne erstellen

Am besten beginnt man das Lieblingsfach oder jenes Fach, das einem als besonders wichtig erscheint, zu lernen und erstellt dafür einen Lernplan. Man macht dafür eine Art Inhaltsverzeichnis des Prüfungsstoffes mit Zeitangaben der geschätzten Lerndauer. In der HUMBOLDT Fernlehre helfen dabei Leitfäden, die es im Online Campus für jedes Fach bzw. jede Klasse oder jeden Jahrgang gibt. Man trägt diese Auflistung anschließend in einen Wochenplan mit Wiederholungsphasen, Lernpausen und Pufferzeiten ein. Die Anzahl der Wochenpläne wird mit dem geplanten Prüfungstermin abgestimmt.

Danach erstellt man bestenfalls auch noch einen Zeitplan für jeden einzelnen Lerntag. Man beginnt dabei mit einer To-Do-Liste für den Tag, überlegt sich, wie lang man dafür braucht und wann Pausen gemacht werden können. Die Lernphasen sollten rund 30 – 35 Minuten betragen und die Pausen 5 – 15 Minuten. Es macht mehr Sinn mehrere kleine Pausen, anstatt weniger großer zu machen. Auch Zeit für kurze Wiederholungsphasen sollten im Zeitplan enthalten sein. Falls der Lernplan an einem Tag nicht eingehalten werden konnte, muss man sich überlegen, woran das lag und es am nächsten Tag besser machen.

4. Tipp: mit Lerntechniken lernen

Die wichtigste Lerntechnik ist die Wiederholung. Man sollte aber darauf achten, dass man nicht sinnentleert wiederholt oder Inhalte auswendiglernt und während der Wiederholung bei der Sache und nicht abgelenkt ist. Die Wiederholung sollte nicht gelangweilt oder lustlos erfolgen. Die erste Wiederholung passiert im Optimalfall sofort, die zweite nach 30 Minuten, die dritte nach 2 – 3 Stunden, dann nach einem Tag, nach einer Woche, nach einem Monat, und nach einem halben Jahr. Mit dieser Wiederholungsfrequenz kann man sicher sein, dass das Wissen ein Leben lang behalten wird.

Außerdem kann man auch die biologische Funktion des Gehirns nutzen und vor dem Schlafengehen Zusammenfassungen lesen. Anschauliche und konkrete Informationen werden leichter gemerkt als abstrakte. Dabei können Lerntechniken wie die Loci-Methode, wo Informationen mit Orten einer festgelegten Route verknüpft werden, sowie Visualisierung und Assoziation, wo man Informationen mit einem Bild verbindet, oder das Lernen mit Eselsbrücken helfen. Diese Techniken unterstützen vor allem beim Lernen von Prozessen oder Auflistungen, Definitionen und Vokabeln.

5. Tipp: den Lernprozess optimieren

Der Anfang und das Ende einer Lerneinheit werden besser gemerkt als der Mittelteil. Die Lerneinheiten sollten daher möglichst kurz sein und nicht mehr als 30 – 35 Minuten betragen. Informationen, die einem persönlich betreffen, werden besser gelernt. Daher sollte man am besten einen Bezug zur eigenen Person herstellen. Wann immer es geht, sollte man auch eine praktische Anwendung anhängen. Das kann zum Beispiel das Schreiben einer Zusammenfassung sein oder das Bearbeiten von Übungen. Auch auf die richtige Stimmung kommt es beim Lernen an. Langeweile, Frustration und Stress senken die Lernleistung.

Regelmäßige Pausen sind wichtig, vor allem dann, wenn die Konzentration und Aufnahmefähigkeit nachlassen. Wichtig ist es, das Ende der Pause genau abzustecken, am besten die Uhrzeit aufschreiben und einen Wecker stellen. Man sollte eine Beschäftigung wählen, nach der es einem leicht fällt, wieder mit dem Lernen zu beginnen und mit einem klaren Ende. Dazu zählen zum Beispiel Klopausen, ein Lied anhören, etwas Trinken oder eine Kleinigkeit essen. Es kann auch ruhig etwas sein, das Freude macht, ein Stück Schokolade, ein Kaffee usw.
Letztendlich sollte man auch den eigenen Lernstil herausfinden. Man sollte verstehen, wie man sich beim Lernen am wohlsten fühlt und wie man sich am besten auf den Lernstoff konzentrieren kann. Wichtig ist auch der richtige Lernort. Das menschliche Gehirn ist darauf programmiert, dem Menschen Informationen in einer ähnlichen Situation zur Verfügung zu stellen. Man sollte daher einen Lernort wählen, der ähnliche Faktoren wie der Prüfungsort aufweist (Beleuchtung, Bestuhlung usw.).

6. Tipp: Motivationstiefs, Stress und Konzentrationsschwierigkeiten ĂĽberwinden

Führen Sie sich immer wieder Ihr Lernziel vor Augen. Überlegen Sie sich Belohnungen für sich selbst nach einem erfolgreichen Lerntag. Das erhöht die Motivation und beeinflusst den Lernprozess positiv.

Eine einfache Entspannungstechnik gegen Stress ist es, tief einzuatmen und an bestandene PrĂĽfungen und positive Erlebnisse zu denken. Man kann auch versuchen die Wichtigkeit der PrĂĽfung zu relativieren. Am besten denkt man an Dinge, die wirklich wichtig sind im Leben. All das bleibt auch ohne bestandene PrĂĽfung. Die meisten PrĂĽfungen kann man wiederholen. Diese Gedanken nehmen viel Druck aus dem Lernprozess und helfen bei der Entspannung.
Konzentrationsschwierigkeiten kann man am besten durch kurze Aktivitäten überwinden, die vom Lernprozess abgekoppelt sind, und die Gedanken wieder in die richtige Richtung treiben. Beispielsweise kann man den Zeiger einer Uhr eine Minute lang verfolgen und versuchen dabei an nichts anderes zu denken.

Ausführlichere Informationen zu all diesen Tipps erhalten alle SchülerInnen der HUMBOLDT Matura-Schule durch ein Lernen lernen Skript der Partnerorganisation Comenius Akademie, das im HUMBOLDT Online Campus gratis zur Verfügung steht. Des Weiteren berät die HUMBOLDT Matura-Schule auch gern persönlich zu diesem Thema und hilft bei der Erstellung und Durchführung von individuellen Lernplänen. Nutzen auch Sie diese Gelegenheit.

Ihr Humboldt Fernlehr-Team

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